Geschichte
Augsburg ist eine äußerst alte Stadt. Die Geschichte geht zurück bis ins Jahr 15 vor Christus, als an dieser Stelle ein römisches Legionslager eröffnet wurde. Sollte das Datum stimmen, wäre Augsburg damit nach Trier Deutschlands zweitälteste Stadt. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Stadt. Kaiser Augustus gab den Befehl zur Gründung einer Stadt mit dem Namen Augusta Vindelicorum.
Im ersten Jahrhundert bildete sich um das Legionslager eine Siedlung, am Ende des Jahrhunderts wurde dieser Ort Hauptstadt der römischen Provinz Raetien. Im Mittelalter bekam Augsburg zuerst das offizielle Stadtrecht durch den Kaiser verliehen, später wurde es sogar freie Reichsstadt. Patrizierfamilien führten in der Stadt die Herrschaft. An der Wende zur Neuzeit stieg die Bedeutung Augsburgs als wichtiger Verlagsort in Europa. Da es hier keine Universität gab, erschien ein Großteil der Bücher in Umgangssprache. Die Familien Welser und Fugger, als wichtige Kaufmannsleute, machten Augsburg zur großen Handelsstadt mit entsprechendem Wohlstand.
Mit der Reichsunmittelbarkeit jedoch war es 1805 vorbei, Augsburg fiel an Bayern und ist seit dem ununterbrochen kreisfreie Stadt.
Im Zuge der Industrialisierung entstanden hier wieder einige wichtige Wirtschaftszweige, so hatten MAN, wo Rudolf Diesel den gleichnamigen Motor erfand und die Messerschmitt AG.
Die Bombardements im Zweiten Weltkrieg überstand Augsburg, wie viele andere deutsche Städte, nicht unbeschadet. Ziel waren in erster Linie die großen industriellen Produktionsbetriebe, aber auch die Innenstadt erlitt schwere Schäden. Sie wurde nach dem Krieg weitgehend wieder aufgebaut.
Ein großen Schaden verursachte auch das Pfingsthochwasser im Jahr 1999 als nach dem Bruch eines Stauwehrs das Wasser vom Lech mehrere Stadtteile überflutete.
